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LED Grow Lampen | reinigen | putzen | säubern

Pflege- & Reinigungstipps – LED-Grow-Lampen richtig reinigen, säubern & putzen

09.02.2022 | Autor: Martin Witterstein

LED-Pflanzenlampen sind Beleuchtungslösungen, die hohen Anforderungen und Ansprüchen gerecht werden müssen. Dies gilt nicht nur für LED-Pflanzenlampen im Weltraum. Sie sollen zwischen 15 °C bis nahezu 37,5 °C die besten Ergebnisse liefern. Als ob das nicht schon genug wäre, läuft dies auch noch im Dauerlauf zwischen 12 - 24 Stunden am Tag. Damit sind die nachfolgenden Pflegetipps sinnvoll, damit man lange etwas von seiner LED-Pflanzenlampe hat.

So sollte keine LED-Pflanzenlampe aussehen, diese Lampe wurde nicht gepflegt, auch auf kleine Tiere wie z.B. Fruchtfliegen wurde nicht geachtet. Eine solche Behandlung wird kein technisches Gerät lange „überdauern“. Oder würdet Ihr euer Smartphone freiwillig in der Wüste (bei voller Sonneneinstrahlung) liegen lassen?

Bei LED-Pflanzenlampen auf Staub & Verschmutzungen achten

LED-Pflanzenlampen benötigen immer eine gute Wärmeableitung. Diese wird gestört durch jegliche Staub- und Schmutz-Belastung. Deshalb ist zu empfehlen, die Räume, in denen solche Lampen betrieben werden, als eine Art „Reinraum“ zu betrachten. Das Beste ist auch, die Zuluft zu regeln bzw. durch einen Filter „säubern“ zu lassen. Staub klingt nach einem geringen Problem? Wir können euch versichern, dass es das zu Anfang auch ist, aber je mehr Staub sich z. B. auf einem Lüfter absetzt, desto schneller geht der Verschleiß voran. Hier möchten wir euch noch folgende Tipps ans Herz legen:

  • Bitte raucht nicht in der Nähe eurer LED-Pflanzenlampe. Dies erhöht die Verschmutzung deutlich und damit auch einen wahrscheinlichen Defekt.
  • Bitte achtet auf jegliches Ungeziefer, wie z. B. Trauermücken und Ähnliches. Sie suchen die Wärme und nach dem Ausschalten einer Pflanzenlampe gehen Sie nicht selten auch gerne ins Gehäuse bzw. durch Belüftungsschlitze, um an Wärme zu kommen. Da sie dann meist nach dem Einschalten der Lampe sterben, empfiehlt sich darauf gesondert zu achten.

  • Nach jedem Grow sollte die Lampe von Staub und Schmutz befreit werden, eine zusätzliche Sichtprüfung hilft frühzeitig, defekte LED oder sonstige Fehler zu erkennen.
  • 1 bis 2 mal im Jahr solltet Ihr die Lampe ordentlich Reinigen, folgt hier unseren Anweisungen weiter unten (Bild und PDF am Ende des Beitrag)

Wasser bzw. hohe Luftfeuchtigkeit

Wasser ist immer ein Problem für Elektronik, deshalb sollte es am besten nicht mit diesem in Berührung kommen. Wir verstehen, dass dies natürlich schwierig zu erreichen ist. Viele Grower besprühen gerne Ihre Pflanzen, um die Blätter feucht zu halten. Dies gilt natürlich auch für den hydroponischen Anbau. Damit ihr trotzdem lange etwas von eurer LED-Pflanzenlampe habt, beherzigt bitte Folgendes:

  • Solltet ihr mit Pumpsprühgeräten arbeiten, hängt eure LED-Pflanzenlampe am besten vorher ein paar Zentimeter höher. Der Mindestabstand für Pflanzenlampen beträgt 10cm zur Pflanze (Achtung: Nicht verwechseln mit dem Abstand für die ideale Ausleuchtung von 90° Linsen, dieser beträgt 35cm). Für das Besprühen ist es von Vorteil ca. 50 cm höher zu gehen, damit die LED’s nicht getroffen werden. Dies gilt besonders für die sogenannten Quantum Boards. Hier liegen die Leuchtdioden oft frei und haben keinen Schutz, wie z. B. Linsen oder Sonstiges.
  • Die Luftfeuchtigkeit ist theoretisch bis 90 % bei den meisten Pflanzenlampen möglich. In der Praxis wird dieser Wert aber oft nur bei der Zucht von z. B. Orchideen benötigt. Damit eure Pflanzenlampe dies lange und gut überlebt, bieten sich leider keine Modelle mehr mit aktiver
  • Die Luftfeuchtigkeit ist theoretisch bis 90% (Produktbeschreibung beachten) bei den meisten LED-Pflanzenlampen möglich. In der Praxis wird dieser Wert aber oft nur bei der Zucht von z. B. Orchideen benötigt. Damit eure Pflanzenlampe dies lange und gut überlebt, bieten sich leider keine Modelle mehr mit aktiver Kühlung (Lüftung) an. Bitte greift in diesem Fall zu einer passiv gekühlten Lampe mit Mean Well (z.B. Monster Serie mit Osram LED) oder vergleichbarem Treiber. Alle anderen Praxistests zeigen, dass aktiv gekühlte Lampen in einer solchen Umgebung nur selten lange und gut funktionieren. Die ideale Luftfeuchtigkeit für aktiv gekühlte Lampen liegt bei zwischen 60 % bis 75%.

Wärme bzw. zu hohe Temperaturen vermeiden

Der wahrscheinlichste Grund für defekte Geräte ist aber die Wärmeentwicklung. Gerade wenn man sich die Sommer 2018 und 2019 anschaut, sieht man, dass es immer wärmer wird (Klimawandel? ). Dies ist natürlich für die Indoor-Pflanzenzucht ein riesiges Problem, aber auch eine Chance. LED-Pflanzenlichter sind in Bezug auf ihre NDL-Konkurrenten deutlich leistungsfähiger und können „idealere Lichtspektren“ emittieren. Hierbei kann man durch die eigentliche Erzeugung des Lichts und durch die Wärmeentwicklung der LED die Hitzentwicklung verringern. Hier sieht Ihr ein Beispiel für eine durch „Hitze“ zerstörte 5W LED von Bridgelux.

Wir sagen, als Faustformel bei unseren LED-Pflanzenlampen immer, wenn eine NDL ein 100 cm x 100 cm Zelt um 10 °C erwärmt hat, wird eine LED maximal 5 °C schaffen. Durch die effizientere Erzeugung kann man aber im Ganzen bis zu 80 % Wärmeentwicklung sparen. Dies ist natürlich abhängig von Fläche, Pflanzenart und dem gewünschten Ergebnis.

  • Die Zuluft für ein Zelt oder einen Growraum sollte nie aus demselben Raum stammen. Um einen guten Wärmetausch zu gewährleisten, sollte diese „Frischluft“ – wenn möglich – aus einem Raum stammen, der kälter ist im Vergleich zum Growraum. Hierfür eignen sich oft Innenhöfe oder Zimmer, die nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind. Nimmt man die Frischluft aus demselben Raum, wird diese sich nach und nach erhitzen und die Frischluft selbst wird wärmer. Dies sorgt dafür, dass auch die Lampen-Temperatur auf Basis der höheren Außentemperatur steigt.

    TIPP: Die ideale Temperatur in einem Growzelt liegt bei 25 °C. Diese sorgt im Regelfall für ein gutes Pflanzenwachstum als auch für eine lange Lebensdauer der meisten LED-Pflanzenlampen.
  • Frischluft in der Nacht zuführen! Da in der Nacht die Temperaturen deutlich geringer sind, bietet es sich an, nachts die Frischluft in den Growraum zu leiten. Sollte der Growraum auch der Raum für die Frischluft sein, ist es ideal, eine weitere Lüftung z. B. mit kleinen WC-Lüftern (Baumarkt ca. 15 €) zu nutzen. Da WC oder auch Küchenlüfter sehr leise sind, sollte es dadurch kaum zu Störungen kommen.

    TIPP: Ein gutes Temperaturfenster findet man von ca. 22:00 Uhr bis 7:00 Uhr des Folgetages.
  • 3. Sollte dies alles nicht funktionieren, könnte man durch das Einrichten eines „Kreislaufs“ auch die Temperatur reguliert bekommen. Dazu sollte man z. B. die Zuluft aus dem Keller ziehen, dafür die Abluft über das Bad ableiten. Damit heizt sich der eigentliche Growraum nicht weiter auf. Dies wird gerne in Neubauwohnungen genutzt. Bitte aber hierbei immer auf die Geruchsbelästigung achten und ggf. diese mit ONA Gel bzw. ONA Conduct verringern.

Wir hoffen, dass die Tipps Ihnen und Ihrer Pflanzenlampe helfen, ein langes Zusammenspiel zu erreichen. Denken Sie immer daran: eine Pflanzenlampe läuft im Vergleich zu normalen LED auf einem deutlich höheren Niveau. Da auch der Growraum sehr anspruchsvoll ist, muss man die Lampen gut pflegen, um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten. Wenn Sie noch keine LED-Pflanzenlampe besitzen, finden Sie hier definitiv die passenden LED-Pflanzenlampen zum Kauf für Ihr Anforderungsprofil. Außerdem erklären wir Ihnen in den folgenden Beiträgen mehr zum Thema LED als Pflanzenlampe.

LED vs NDL 2019 --> ein einfacher Vergleich mit einer Natriumdampf-Lampe. Kann die LED diesen bestehen oder sollten wir lieber gleich mit nostalgischen Werten eine veraltete Technik weiter in den Himmel loben?

LED-Pflanzenlampen für das Wachstum --> Können LED-Pflanzenlampen ein „Wachstum“ erzeugen? Natürlich können sie das und sogar noch deutlich besser als alte Beleuchtungslösungen. 

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